Geschichte

In der Vorbereitung auf das Kulturstadtjahr Weimar 1999 etablierte sich ein "Regionaler Beirat" mit Vertretern der Städte Erfurt, Weimar und Jena und des Kreises Weimarer Land. Ziel war es, durch gemeinsame Projekte einen möglichst hohen Nutzen aus diesem besonderen Ereignis zu ziehen. Wichtige Veranstaltungstermine wurden abgestimmt und ein Kulturkalender als Jahresüberblick herausgegeben. Mit dem "Regiomobil-Ticket" wurde erstmalig ein gemeinschaftliches Tarifangebot der Nahverkehrsunternehmen in der Region geschaffen.

Auf dieser Grundlage wurde die Zusammenarbeit in den folgenden Jahren intensiviert und auf weitere Aufgabenbereiche ausgedehnt. Stichworte sind hier gemeinsame "Museumsnächte", die Einführung des "Verbundtarif Mittelthüringen" oder gemeinsame Marketingaktivitäten. Aber auch Vorhaben wie die Gründung der Sparkasse Mittelthüringen 2003 oder der Abschluss einer Zweckvereinbarung zur Restabfallbehandlung zwischen Erfurt, Weimar und dem Kreis Weimarer Land tragen zur Intensivierung der Kooperation bei.

Dieser Prozess wurde mit der Gründung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft "Region Erfurt-Weimar-Jena" fortgeführt. Der Kooperationsvertrag auf der Basis des Gesetzes über die kommunale Gemeinschaftsarbeit (ThürKGG) wurde im Rahmen einer Festveranstaltung in Anwesenheit des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus am 23.06.2004 durch die drei Oberbürgermeister und den Landrat unterzeichnet. Auf dieser Basis wurde die Zusammenarbeit in einer neuen Qualität fortgeführt.

Am 5.12.2016 wurde zuletzt der Verein "Die Impulsregion" ins Leben gerufen. Die Gebietskörperschaften Erfurt, Jena, Weimar und Weimarer Land sowie die amtierenden Oberbürgermeister bzw. der amtierende Landrat haben den Verein gegründet, um mit Kooperationen die Zukunft- und Entwicklungschancen der Region zu erhöhen und die Aufnahme von Mitgliedern, die dieses Ziel unterstützen, möglich zu machen.

Vereinsmitglieder der Impulsregion


Ziele

Anliegen der Kooperation war es von Anfang an, fehlende Ballungsraumvorteile wie sie beispielsweise Metropolregionen haben, durch die Zusammenarbeit dreier großer Thüringer Städte und des Landkreises auszugleichen und so zur Keimzelle einer eigenständigen und im deutschen sowie europäischen Maßstab wahrnehmbaren Region zu werden. Zugleich sollen durch eine interkommunale Arbeitsteilung Synergieeffekte genutzt und Ressourcen geschont werden. Diese Strategie korrespondiert mit den Aussagen des Landesentwicklungsplans LEP 2004 zur Notwendigkeit von Kooperation zur Stärkung der Entwicklungspotenziale des Freistaates Thüringen.

Die Impulsregion im Herzen Thüringens verfügt heute über die wesentlichen Entwicklungspotenziale des Landes. Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit sollen diese stärker gebündelt werden. Gemeinsam wollen die Partner so die Funktion als Wachstumsmotor Thüringens und des Großraums Mitteldeutschland wahrnehmen.