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20.11.2007 10:18 12 yrs

Jena setzt auf die Kraft der Sonne - ImPuls Region ist Solarstandort

Jena wird zur Solarstadt und einen wesentlichen Anteil daran hat der Mainzer Schott Konzern. Der ist mit seiner Tochter Schott Solar selbst am Standort engagiert und baut gemeinsam mit dem Partner Wacker eine weitere Fertigung auf. Wacker Schott Solar GmbH heißt das Gemeinschaftsunternehmen, dessen Produktionsgesellschaft ihren Sitz in Jena hat. Gleich eine ganze Reihe von Gründen hätte für die Saalestadt gesprochen, versichert der Vorstandschef von Schott Udo Ungeheuer. Zum einen sei dort bei Schott Lithotec eine Technologie vorhanden, die in ähnlicher Form von dem neuen Unternehmen genutzt werden.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p>

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Das bestätigt Andreas Menzel, der das bereits arbeitende Technikum des neuen Unternehmens leitet. Nur das man bei Wacker Schott Solar keine Kristalle züchtet, sondern große Siliziumblöcke, so genannte Ingots. Aus ihnen werden mittels Drahtseilsägen dann jene dünnen Scheiben herausgesägt, die durch spezielle Behandlungen zu Siliziumwafern werden, die die Grundlage für die Fertigung von Solarzellen darstellen. Um aus einem Block immer mehr Nutzen ziehen zu können, sollen die Scheiben möglichst immer dünner werden, sagt Menzel. Das erfordert neue Techniken, an denen das Unternehmen in Jena bereits forscht. Ein Grund weshalb Kameras im Jenaer Technikum der Firma Wacker Schott nicht nur nicht erwünscht, sondern strikt verboten sind.<o:p></o:p>

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Für Thüringen als den Standort für das gemeinsame Werk habe auch die Unterstützung von Land und Stadt gesprochen, sagt der Vorstandschef der Wacker Chemie AG Peter-Alexander Wacker. Sein Konzern, einer der weltweit führenden Anbieter von Polysilizium, liefert das Rohmaterial für die Fertigung in Jena. Die Nachfrage danach sei derzeit immens hoch und ein Ende des Booms nicht abzusehen. In einer Branche mit zweistelligen Wachstumsraten jährlich, sehen sich die beiden Partner mit ihrem geplanten neuen Werk bereits gut aufgestellt.<o:p></o:p>

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Das soll schnell aus dem Boden wachsen. Erst vor wenigen Tagen wurde der Grundstein gelegt, schon im kommenden Frühjahr soll die Fertigung in der Fabrik starten. Rund 50 Millionen Euro investieren beide Partner in die erste Ausbaustufe, die 140 neue Arbeitsplätze am Standort Jena schafft. In den nächsten Jahren soll dieses Werk weiter wachsen. Bis zum Jahr 2012 werde man 300 Millionen Euro in das Werk in Jena investieren und die Zahl der Beschäftigten schrittweise auf 600 erhöhen, hat der Schott-Vorstandschef Udo Ungeheuer angekündigt. 2012 soll die gesamte Fertigungskapazität für Solarwafer ein Gigawatt pro Jahr erreichen. Damit wird dieses Gemeinschaftsunternehmen einer der fünf größten Hersteller von Solarwafern weltweit.<o:p></o:p>

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Quelle: www.thueringer-allgemeine.de, 18.11.2007   Von Bernd JENTSCH  <o:p></o:p>


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