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02.11.2007 14:11 12 yrs

Erfurter Arbeitstage zu Regionalen Grünsystemen erfolgreich durchgeführt

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<o:p><o:p>Die Region Erfurt-Weimar-Jena setzt derzeit einige Schlüsselmaßnahmen des Regionalkonzepts 2005 um. Dazu gehören auch Arbeiten an einem "Regionalen Grünsystem". In diesem Zusammenhang wurden die "Erfurter Arbeitstage" durchgeführt.</o:p></o:p>

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<o:p><o:p>Die Erfurter Arbeitstage bieten jedes Jahr im Herbst mit speziellen Themen der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung Gelegenheit für Gespräche zwischen Fachkollegen und Vertretern der Kommunen, Verbänden, Vereinen und Privatpersonen. Die diesjährige Tagung legte den Schwerpunkt auf die ImPuls-Region Jena-Weimar-Erfurt, insbesondere auf ihre Grünsysteme. Die BDLA-Landesgruppe Thüringen hatte die Tagung am 10. Oktober wieder gemeinsam mit der Architektenkammer Thüringen und der Fachhochschule Erfurt vorbereitet. Prof. Kill, Rektor der FHE, Hartmut Strube, Präsiden der AKT und Kristiane Schley, BDLA, begrüßten die ca. 60 Zuhörer in der Fachhochschule Erfurt. <o:p></o:p></o:p>

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Zu den Vorträgen:

Die Vorträge legten sowohl aus planungstheoretischer als auch praktischer Sicht dar, wie und warum regionale Kooperationen als Instrument der Regionalplanung genutzt werden und welche Bedeutung die Grünsysteme dabei haben. Frank Neumann, Fachsprecher Landschaftsplanung des BDLA Thüringen, moderierte die Tagung.

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Zunächst machte Dr. Harald Kegler, Regionalplaner aus Dessau, anhand von Beispielen aus USA und Westeuropa deutlich, was für Herausforderungen der zersiedelte Raum rings um die Küstenstädte und die alten Industrieregionen an die Kommunen und ihre Bewohner stellt. Sein Fazit: Planung gewinnt an Bedeutung.

 

Ludger Gailing IfS Erkner, hob im anschließenden Vortrag hervor, dass Regionalparks in Deutschland vor allem Schutz vor weiterer Zersiedlung bringen, denn mit dem Status als geschützte Parklandschaft sind regionale Identität, Landschaft und Freiraum in den Metropolregionen vor dem Zugriff von Infrastruktur und Bebauung weitgehend sicher.

 

Als Geschäftsführer der Regionale2010 Köln-Bonn kann Dr. Reimar Molitor bei einem Budget von mehreren Millionen Euro aus dem Vollen schöpfen. Er erläuterte, wie in Nordrhein-Westphalen seit dem Jahr 2000 systematisch die Ziele der IBA Emscher Park von 1997 in den angrenzenden Regionen, z.B.  der Rheinaue verfolgt werden. Braunkohle-Tagebaue nach der Auskohlung wieder zu Kultur- und Erholungslandschaft zu machen, ohne bei der Rekultivierung ihre einstige Funktion als Rohstofflieferant zu verdrängen, ist beispielsweise eine der Aufgaben der Regionale2010.

 

Auch der Grüne Ring Leipzig muss sich mit Bergbaufolgelandschaften auseinandersetzen. Heiko Rosenthal, Leipziger Bürgermeister und Sprecher dieser Initiative von Umlandgemeinden berichtete, wie das Land Sachsen und der Energiekonzern Vattenfall unter der Federführung der Stadt Leipzig mit dem Grünen Ring zusammenarbeiten.

 

In Brandenburg dagegen wurde die iba see als Instrument gewählt, um in der ebenfalls vom Bergbau gezeichneten und dazu noch besonders strukturschwachen Region Lausitz ein neues Image zu entwickeln. Einblicke in ihren Aufgabenbereich gewährte Brigitte Scholz als Projektleiterin.<o:p></o:p>

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Prof. Heidi Sinning von der Erfurter Fachhochschule betreut im Fachbereich Planung und Kommunikation die Thüringer ImPuls-Region Erfurt-Weimar-Jena von wissenschaftlicher Seite her. Sie erläuterte Leitziele der Grünsysteme, die in der aktuellen Förderperiode von leader+ mit lokalen Aktionsgruppen umgesetzt werden sollen. Beispielhafte Initiativen, die bereits unabhängig von der ImPuls-Region entstanden sind, wurden vorgestellt: Heiko Holzapfel, Stadtverwaltung Erfurt, erläuterte das REK „Erfurter Seen“, Evelyn Halm, jenakultur, ließ den preisgekrönten Audio-Walk zum 200. Jahrestag der Schlacht bei Jena-Auerstädt abspielen und Peter Leischner ADFC Thüringen, stellte das neue Thüringer Ragwegenetz vor. <o:p></o:p>

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Die abschließende Podiumsdiskussion brachte es jedoch auf den Punkt: Die ImPulsRegion braucht ein gemeinsames Ziel, eine starke Vision, um Chefsache zu werden. Die Umsetzung soll den Akteuren Spaß machen und die Kommunen stärken. Doch sie muss sich professionell organisieren, die Bürger und Aktionsgruppen von Anfang an einbeziehen und sich intensiv vernetzen. Sollte dies in den nächsten Monaten nicht gelingen, wird außer einigen Wegen und hier und da einem gepflanzten Baum vom Grünsystem der ImPuls-Region Erfurt-Weimar-Jena am Ende des Förderzeitraumes nicht viel vorzuweisen sein.<o:p></o:p>

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Dipl.-Ing. Kristiane Schley M Sc.<o:p></o:p>

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Quelle: BDLA</o:p>


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