Aktuelles

09.04.2009 16:05 10 yrs

LÁSZLÓ MOHOLY-NAGY – Auf dem Weg nach Weimar

Zweite Ausstellung im Bauhausjahr im Kunsthaus Apolda Avantgarde

 

Die Kreisstadt Apolda und der Kunstverein Apolda Avantgarde präsentieren im Rahmen des Jubiläums „90 Jahre Bauhaus“ die Ausstellung „LÁSZLÓ MOHOLY-NAGY (1895–1946) – Auf dem Weg nach Weimar“.

 

Vom 5. April bis 21. Juni 2009 zeigt das Kunsthaus Apolda Avantgarde Gemälde, Aquarelle, Farbkreide-Zeichnungen, Collagen, Holz- und Linolschnitte, Fotogramme (1917-1923) des ungarischen Multitalents aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Erstmalig in einem deutschen Museum können die eindrucksvollen Frühwerke, als beeindruckende Zeugnisse seines kurzen Weges vom Expressionisten zum Konstruktivisten, bewundert werden.

 

 

Der ungarische Konstruktivist László Moholy-Nagy wollte Schriftsteller werden, musste aber ab 1913 in Budapest Jura studieren - besuchte aber auch einen Abendkurs an der Kunstgewerbe-Schule. Ab 1915 beim Militärdienst nutzte er die Freizeit, um in expressionistischen Farbkreide-Zeichnungen auf Feldpostkarten den militärischen Alltag und die galizische Bevölkerung in aufs Wesentliche reduzierten Genreszenen festhalten oder Vorgesetzte und Kameraden porträtieren zu können. Nach schwerer Verwundung Anfang 1918 entlassen, entwickelte er einen neuen Zeichenstil mit rhythmisch gegliederten Hilfslinien und fertigte bereits 1919 Fabriklandschaften in geometrischen Formen und Komplementärfarben. Ende 1919 musste er sein besetztes Heimatland verlassen. Über die Zwischenstation Wien kam er im März 1920 nach Berlin, das ihm kulturelle Anregungen für seine Farbkompositionen, für kubistischdadaistische Collagen und für kubistische Bühnenbild-Entwürfe bieten konnte. Mit seinen 1922 in der Berliner Sturm-Galerie ausgestellten konstruktivistischen Assemblagen und Objekten aus diversen Materialien erregte er öffentliches Aufsehen - und bei Walter Gropius den Wunsch, diesen erst 26jährigen Kunst-Revolutionär ans Bauhaus nach Weimar zu holen.

 

 

Moholy-Nagys künstlerischer Weg von Ungarn über Wien und Berlin nach Weimar wird in dieser Ausstellung mit knapp 170 Exponaten nachgezeichnet und zeigt die bisher fast unbekannte Frühzeit dieses Multitalents.

 

Kontakt:

Kunsthaus Apolda Avantgarde

 

 

Bahnhofstraße 42

99510 Apolda

Tel.: 03644/ 51 53 64

 

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr

 

 

Gekürzte Pressemitteilung des Weimarer Landkreises - im rechten Balken führt Sie ein Link zum vollständigen Text.

 

 


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